Prinzipiell trifft Arthrose fast jeden, der älter als 65 Jahre ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass man sich diesem Schicksal ergeben muss. Es gibt Gegenmaßnahmen – und die beginnen bereits in der Kindheit. Denn insbesondere in der Kindheit werden bereits die Weichen für eine mögliche spätere Arthrose gestellt. Typische Risikofaktoren für eine Arthrose sind unbehandelte Gelenkfehlstellungen und Sportverletzungen. Gelenkfehlstellungen sind beispielsweise angeborene Fehlentwicklungen der Hüftgelenke und Fußdeformationen sowie X- und O-Beine. Diese Fehlentwicklungen verursachen Fehlbelastungen an den Gelenken. Hierdurch kommt es zu einer ungleichen Druckbelastung am Gelenkknorpel, was den vorzeitigen Verschleiß begünstigt.
Risiko Kindheit – Pubertäre Wachstumsphase
Auch die Wachstumsphase in der Pubertät stellt eine Herausforderung für die Gelenke dar. Denn Knochen wachsen während dieser Umbruchszeit schneller als Muskeln – deswegen funktionieren die Muskeln nicht mehr so gut als aktiver Gelenkschutz. Die Folge: Eine Fehlstellung oder Fehlbelastung belastet die Gelenke noch stärker. Außerdem führt die Wachstumsphase in der Pubertät bei vielen Jugendlichen zu einem Haltungsschaden, wie beispielsweise dem Hohlkreuz. Mit ein paar relativ einfachen Möglichkeiten kann einem Haltungsschaden vorgebeugt werden. Durch Schlafen in Bauchlage oder regelmäßiges leichtes Schwimmtraining wird die Wirbelsäule gestreckt und die Bauchmuskeln gestärkt. Die Wachstumsphase in der Pubertät ist ein geeigneter Zeitraum, um möglichen späteren Schäden vorzubeugen. Denn in diesen jungen Jahren haben Gelenkfehlstellungen und Haltungsschwächen noch keine körperlichen Schäden hervorgerufen.