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Wie putzen, wenn mir alles weh tut?

La femme de ménage© lynea

La femme de ménage© lynea

Im Haushalt, etwa beim Putzen, merken Sie schnell, wenn Ihre Gelenke nicht mehr so beweglich und belastbar sind. Wenn Sie arthrotische Knie haben, ist der Boden auf einmal sehr weit weg: Hinknien wird zu einem aufwendigen und unter Umständen schmerzhaften Akt.

Überkopfarbeiten kann auf einmal sehr anstrengend werden. Einfache Lösungen können bei den neu entstandenen körperlichen Herausforderungen helfen.

Das akrobatische Putzen von Fenstern, stehend auf einem Stuhl, sollte der Vergangenheit gehören. Sie können mit speziellen verlängerbaren Teleskopstangen jeden Winkel Ihrer Fenster erreichen ohne große Anstrengung. Sie müssen dabei immer oben anfangen und nach unten putzen. Verschiedene Systemaufsätze sind möglich – vom Schwamm über Bürsten und Gummilippen mit oder ohne Gelenk. Somit vermeiden Sie auch die anstrengenden Überkopfarbeiten. Mit dem gleichen  System können Sie auch die Dusche reinigen. In engen Ecken hat sich oft eine Bürste mit Griff  aus dem Aquaristikzubehör bewährt.

Grundsätzlich sollten Sie Schmutz gleich entfernen, wenn er entstanden ist und nicht warten bis er eingetrocknet und nur mit mühevollem Reiben entfernt werden kann (Waschbecken, Küche).

Sie können Böden  wie z. B. Fliesen  leichter mit Wasserdampfreiniger putzen. Solche gibt es bereits sehr günstig zu kaufen. Neben dem geringeren Kraft- und Zeitaufwand haben Sie noch den zusätzlichen Vorteil, dass Sie ganz ohne Chemie auskommen. Sie wirbeln keinen Staub auf und fördern somit keine Allergien. Für diese Art von Geräten gibt es auch spezielle Aufsätze zum Fensterputzen.

Wenn Sie im und ums Haus weite Wege zurücklegen müssen, sollten Sie sie vielleicht barrierefrei einrichten lassen, so dass Sie beim Bewegen von schweren Lasten die Möglichkeit haben, einen kleinen Tisch oder Wagen auf Rädern zu benutzen.

Sie sollten sich körperlich anstrengende Arbeiten aufteilen, wenn nötig auf mehrere Tage. Handelt es sich um definitiv zu schwere Belastungen, sollten Sie die Arbeit  jemandem, der belastbarer ist, überlassen.

 

Autor: Dr. med. Jean-Louis Dumas, Facharzt für Orthopädie, Chefredakteur

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