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Wie Patienten Mädesüß gegen Arthrose anwenden können

Mädesüß und Arhrose

© Heike Rau – Fotolia

Die Geschichte, wie die Heilpflanze Mädesüß Patienten bei Arthrose helfen kann, beginnt bei den Druiden.

Zurück zur Eisenzeit: Die keltischen Druiden verwendeten Mädesüß zum Schutz gegen böse Dämonen, Geister, die Hexenkraft und Arthrose. Neben ihrer Schutzwirkung wurde die Pflanze schon vor über 2.000 Jahren wegen ihrer Heilwirkung geschätzt. Bereits damals wussten die Kelten um ihre positiven Effekte bei entzündeten sowie schmerzenden Gelenken. Die Beschwerden einer Arthrose wurden daher schon zu frühgeschichtlichen Zeiten mit Tees und Aufgüssen der Heilpflanze behandelt.

Neben den Kelten war unter anderem auch den alten Griechen die Heilwirkung des Mädesüß bekannt. Theophrast von Eresos, ein griechischer Philosoph und Naturforscher sowie Schüler des Aristoteles, erwähnte die Heilwirkung der Pflanze. Auch die Menschen im Mittelalter verwendeten Mädesüß als Heilpflanze. Diese Kenntnis wurde durch Lonicerus und Hieronymus Bock überliefert. Und die heilige Hildegard von Bingen setzte die Pflanze beispielsweise ein, um Schmerzen zu stillen und Fieber zu senken.

Das pflanzliche Aspirin

Mädesüß gehört zu der Familie der Rosengewächse und ist fast in ganz Europa zu finden. Insbesondere an den Ufern von Gewässern sowie in Erlen- und Eschenwäldern. Die Pflanze ist mehrjährig und wird bis zu 1,50 Meter hoch. Aus dem Wurzelstock können sich etliche kantige Stengel ausbilden. Die Stengel verzweigen sich im oberen Bereich.

Die Blüten der Heilpflanze duften stark. Ihr Duft erinnert an Mandeln oder Honig. Zerreibt man die Pflanze, macht sich ein Geruch nach Salicylsäure breit. Der Geruch nach Salicylsäure zeigt, dass die Pflanze über einen hohen Gehalt an aspirinähnlichen Substanzen verfügt. Und diese spielten eine wichtige Rolle bei der Erfindung des Aspirins: Die aspirinähnlichen Substanzen wurden von deutschen Chemikern 1839 aus Mädesüß und der Weidenrinde isoliert. Sie sind auch in erster Linie für die Heilwirkung verantwortlich. Der Name Aspirin leitet sich vom botanischen Namen des Mädesüß ab: Spirea ulmaria. Spirea bedeutet so viel wie Aspirin.

Zu den weiteren Inhaltsstoffen gehören unter anderem Flavonoide, Gerbsäuren und ätherische Öle sowie Zitronensäure, die ebenfalls an der Heilwirkung beteiligt sind.
Mädesüß kann von Patienten mit Arthrose als Teezubereitung verwendet werden: Zwei Teelöffel der Heilpflanze mit ¼ Liter Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Danach durch ein Sieb gießen und täglich zwei Tassen trinken.

Patienten mit Arthrose, die allergisch gegen Aspirin sind, sollten keinen Mädesüßtee trinken!

Die Sammelzeit für Mädesüß ist Juni bis August, für die Wurzeln Herbst und Frühling.

 

Autor: Birgit Klötzer, M.A., wissenschaftliche Redakteurin

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