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Wie die Patienten-Arzt-Beziehung gelingen kann

© Igor Mojzes Fotolia

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Vielleicht kommt Ihnen die Situation bekannt vor: Sie sind beim Arzt, stellen eine Frage und fühlen sich anschließend mit einer knappen Antwort nicht ausreichend informiert. Das kann beispielsweise  daran liegen, dass Aufregung, Zeitmangel und Eile zu den stressigen Begleitern im Arbeitsalltag gehören. Oftmals stürmen gleichzeitig verschiedene Fragen von Kollegen und Patienten auf den Arzt ein, die alle gleichzeitig beantwortet werden wollen. Daneben sind Ärzte gefordert, schnell zu reagieren und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Für Patienten ist es besonders unangenehm, wenn der Arzt auf eine für sie wichtige Frage kurz angebunden reagiert. Sie fühlen sich dann oft unfair behandelt.

Wie geht man als Patient damit um? Wie kann man sich verhalten, damit die Patienten-Arzt-Beziehung gelingt? Auch wenn es Ihnen vielleicht schwer fällt, bleiben Sie ruhig und sachlich. Bitten Sie den Arzt freundlich um genauere Informationen. Zu vielen Erkrankungen und Therapien gibt es zusätzliche Informationsmaterialien. Fragen Sie danach. Denn die Inhalte der Materialien können die Auskünfte des Arztes ergänzen und erweitern.

Nehmen Sie das Verhalten des Arztes nicht persönlich, auch Ärzte können unter starkem Stress stehen. Vermutlich verhielt er sich so aufgrund der allgemeinen hektischen Situation. Haben Sie allerdings den Eindruck, dass  das Verhalten  des Arztes nicht situationsbedingt ist, scheuen Sie sich nicht, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.

Als Patient den Therapiemaßnahmen folgen

Einen guten Beitrag zu einer gelungenen Arzt-Patienten-Beziehung können Sie auch dadurch leisten, indem Sie die Therapieanweisungen befolgen. Sie zeigen damit dem Arzt, dass Sie an der Verbesserung Ihrer Erkrankung aktiv mitwirken möchten. Auf diese Weise kommen Sie dem Arzt entgegen, und das ist eine gute Voraussetzung für eine Begegnung auf Augenhöhe.

Versuchen Sie, die Perspektive des Arztes zu übernehmen. Er hat den ganzen Tag mit vielen verschiedenen Patienten zu tun. Sie alle haben unterschiedliche Persönlichkeiten und eine andere Art und Weise zu kommunizieren. Unterstützen Sie den Arzt im Gespräch, indem Sie nachfragen, wenn Ihnen etwas seltsam vorkommt oder Sie eine Handlung nicht verstehen. Machen Sie sich bewusst, dass der Arzt seinen Patienten einfühlsam begegnen möchte. Doch kann er nicht in die Gefühlswelt jedes Patienten eintauchen. Denn die meisten Ärzte brauchen, um gut arbeiten zu können, ein gewisses Maß an Distanz.

Falls Sie beim Betreten einer Praxis oder im Sprechzimmer des Arztes ein unangenehmes Gefühl haben, hören Sie auf Ihren Bauch. Denn Vertrauen ist ein wesentliches Element der Patienten-Arzt-Beziehung. Außerdem trägt eine funktionierende Patienten-Arzt-Beziehung zu einem guten Behandlungsergebnis bei.

 

Autor: Birgit Klötzer, M.A., wissenschaftliche Redakteurin

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