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Wie die Teufelskralle Patienten mit Arthrose unterstützt

Teufelskralle bei Arthrose

© Marion Neuhauß – Fotolia

Die Teufelskralle könnte auch ‚Widerhaken mit Heilkraft‘ gegen Arthrose heißen. Beheimatet ist die Pflanze in Afrika. Genaugenommen in den Steppen Namibias und Südafrikas. Ihr Name klingt vielleicht zunächst wenig Vertrauen erweckend. Doch das ändert sich, je mehr man über die Pflanze erfährt.

Hier die dazugehörige Geschichte: Die Pflanze ist mit scharfen Widerhaken ausgestattet, die im Fell vorbeiziehender Tiere hängenbleiben. Auf diese Weise wird die Verbreitung der Teufelskralle gewährleistet. Ihren Namen erhielt die Pflanze vermutlich deshalb, da sich Tiere an den Widerhaken zum Teil sogar schwer verletzten. Dass die Pflanze eine Heilwirkung besitzt, ist in Afrika schon seit langem bekannt. Einsatzgebiete der Teufelskralle waren unter anderem Verdauungsbeschwerden, Fieber, Geschwüre und Schmerzen. In Europa bekannt und angesiedelt wurde sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es gibt ungefähr 2.000 verschiedene Teufelskrallenarten auf der Erde. Eine Heilwirkung schient dem aktuellen Kenntnisstand zufolge nur die in Afrika beheimatete Pflanze zu besitzen. Auf Lateinisch heißt die Pflanze Harpagophytum procumbens.

Wirkung dank spezieller Eiweiße

Die Teufelkralle ist als pflanzliches Arzneimittel zur unterstützenden Therapie bei Erkrankungen wie der Arthrose zugelassen. Die Heilpflanze hilft den belasteten Gelenken und kann Patienten Linderungen verschaffen: Die Extrakte der Pflanze verringern Entzündungen und lindern Schmerzen – das sind die zwei wichtigsten Krankheitszeichen von Arthrose. Verantwortlich für die antientzündliche und schmerzlindernde Wirkung ist ein spezieller Eiweißstoff aus der Wurzel der Teufelskralle. Dieser Eiweißstoff hemmt die sogenannte Zyklooxigenase. Zyklooxigenasen spielen eine entscheidende Rolle beim Entzündungsgeschehen. Durch Hemmung der Zyklooxigenase produziert der Körper weniger Substanzen, die am Schmerzgeschehen der Arthrose beteiligt sind. Doch die Teufelskralle kann noch mehr: Sie unterbindet die Produktion von Leukotrienen. Diese Botenstoffe sind ebenfalls  bei der Entstehung von Entzündungen beteiligt. Zudem wirkt die Teufelskralle abschwellend. Das Präparat gibt es als Tabletten, Tees und als Tinkturen.

Für Patienten, die an chronischen Schmerzen leiden und deshalb auf eine längere Therapie angewiesen sind, können Teufelskrallepräparate über einen längeren Zeitraum einnehmen. Patienten mit starken Schmerzen können Teufelskralle zusätzlich zu ihrem Schmerzmittel einnehmen.

Präparate aus Teufelskralle werden aus den getrockneten Wurzeln der Pflanze produziert. Bis Patienten eine Wirkung des Extraktes spüren, dauert es meist ungefähr drei Wochen.

Verträglichkeit

Insgesamt sind Präparate aus Teufelskralle gut verträglich. Wechselwirkungen mit anderen Mitteln kommen in der Regel nicht vor.

Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes oder Gallensteinen wird geraten, vor der Einnahme mit ihrem Arzt zu sprechen. Kinder und Schwangere sowie Patienten mit Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren sollten keine Teufelskrallepräparate einnehmen. Zu beachten ist auch, dass sich die Teufelskralle nicht bei akuten oder starken Schmerzen eignet.

 

Autor: Birgit Klötzer, M.A., wissenschaftliche Redakteurin

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