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Rolfing – Wieder im Lot sein II

© Adam-Gregor - Fotolia

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Was beim Rolfing passiert

Beim Rolfing geht es darum, den Körper in der Schwerkraft aufzurichten. Ziel ist es, von Kopf bis Fuß ‚im Lot zu sein‘ – eine aufrechte Haltung zu haben. Da Rolfing die Grundspannung des Bindegewebenetzes reduziert, wird der Stress-Level im Körper verringert. Die Klienten können sich besser bewegen, das Gewebe erhält seine Elastizität zurück. Zusätzlich wird der Stoffwechsel aktiviert und schädliche Stoffe durch das Lymphsystem aus dem Körper befördert.

Wichtig für Körper und Seele

Rolfing wirkt sich nicht nur auf die Psyche aus, sondern auch auf den Körper. Durch das Rolfing kann sich der Patient besser wahrnehmen. Er fühlt sich mit seinem Körper wieder mehr im Einklang. Seine Bewegungen werden leichter und sind harmonischer aufeinander abgestimmt. Vom Rolfing profitieren insbesondere auch ältere Menschen. Sie gewinnen durch die verbesserte Beweglichkeit wieder mehr Leichtigkeit im Leben.

Der Rolfer löst durch manuelle Arbeit Spannungen im Körper, indem er beim Klienten eine Art tiefe Bindegewebsmassage durchführt. Hierdurch wird das Gewebe quasi umgeformt und die Gelenke sind wieder freier beweglich. Durch diesen Prozess findet der Körper ein neues Gleichgewicht. Der Patient kann sich wieder besser bewegen. Sowohl die einzelnen Teile des Körpers als auch der gesamte Körper richten sich untereinander besser aus.

Belastende Bewegungsmuster verändern

Das Rolfing macht dem Patienten belastende Bewegungsmuster bewusst. Durch die Arbeit mit dem Therapeuten werden die belastenden Bewegungsmuster durch schonende Bewegungsabläufen abgelöst. Beim Rolfing geht nicht so sehr um die Verbesserung einzelner Symptome, sondern in erster Linie darum, dass die Statik sowie Bewegungsabläufe verbessert werden und sich der Patient in seinem Körper wieder zu Hause fühlt. Die aufrechte Haltung ermöglicht leichte Bewegungen und eine tiefere freie Atmung. Die Übungen beinhalten auch eine seelische Komponente. Die körperlichen Veränderungen wirken sich auf die Seele aus: Ein aufrechter Gang und eine aufrechte Haltung beeinflussen das Selbstbewusstsein. Steht man mit beiden Beinen auf dem Boden, erhält auch die Psyche den nötigen Rückhalt.

 

Autor: Birgit Klötzer, M.A., wissenschaftliche Redakteurin

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