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Arthrose-Diät

Gibt es eine Arthrose-Diät? (II)

Arthrose-Diät – Nüsse knacken

Eine spezielle Arthrose-Diät gibt es wohl nicht. Nüsse haben einen hohen Nährwert. Sie liefern wertvolle Fette und Vitamine und enthalten zahlreiche Mineralstoffe. Gerade ihr hoher Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Vitamin E kommt mit Blick auf entzündliche Gelenkerkrankungen eine große Bedeutung zu. Besonders die enthaltenden Omega-3-Fettsäuren schützen vor Entzündungen und wirken Schmerzen entgegen. Walnüsse sind reich an Vitamin E, das rheumatischen Erkrankungen sowie Gelenk-Schmerzen lindert. Auch Para-Nüsse können durch ihren Reichtum an Vitamin E rheumatische Beschwerden verbessern.

Außerdem sind Nüsse wichtige Eiweißlieferanten und bieten fast das gesamte Spektrum an Aminosäuren (mit Ausnahme des Lysins). Nüsse sind außerdem gute Lieferanten für Folsäure, Niacin und andere B-Vitamine. Auch Eisen, Calcium, Magnesium, Kalium sowie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe sind in Nüssen reichlich enthalten.

Aber Vorsicht:
Nüsse sind trotz ihrer vielen guten Inhaltsstoffe echte Kalorienbomben.
Und – Nüsse lösen häufig Allergien aus.

Wie viel?
Nüsse enthalten viel Fett. Deswegen gilt: In Maßen genießen!
25 Gramm Nüsse täglich als Zwischenmahlzeit oder in einem Frucht- oder Obstsalat sollten reichen für eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Das entspricht etwa eine Handvoll Nüsse pro Tag.

Gute Quellen: Haselnüsse, Walnüsse, Erdnüsse, Esskastanien, Mandeln, Pekannüsse, Pistazien

Bohnen, Linsen, Erbsen & Co.

Menschen mit Arthrose oder Arthritis wird empfohlen, ihren Eiweißbedarf möglichst über pflanzliche Lebensmittel zu decken, um die Aufnahme von Arachidonsäure zu reduzieren. Dies lässt sich am einfachsten mit Hülsenfrüchten erreichen. Bohnen, Erbsen Linsen & Co sind wahre Nährstoffbomben. Unter den pflanzlichen Lebensmitteln verfügen sie über den höchsten Eiweißgehalt und sind mit Ausnahme der Sojabohne fett- und kalorienarm. Ihr Eiweiß ist sehr hochwertig, mit einem hohen Anteil an essentiellen Aminosäuren. Außerdem sind sie eine gute Quelle für Ballaststoffe, Folsäure, Vitamin B1 und Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen, Zink, Kalium. Einige Hülsenfrüchte, unter anderem Kichererbsen und Sojabohnen, sind reich an sogenannten Saponinen (sekundäre Pflanzenstoffe), die wahrscheinlich eine Krebs-hemmende und Cholesterin-senkende Wirkung aufweisen.

Aber Vorsicht: Gichtkranke sollten Hülsenfrüchte wegen ihres hohen Puringehalts besser meiden.

Wie viel?: Mindestens 2-3-mal pro Woche eine Portion (eine Portion = 150-225 g)

Gute Quellen: Bohnen, Linsen, Erbsen, Kichererbsen, Sojabohnen, Mungobohnen

 

Autor: Dr. oek. troph. Sybille Römmelt, wissenschaftliche Redakteurin

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