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Etwas mehr Sport bei Arthrose: Wie es gelingt

Radfahren

© Clipdealer

Vielen Arthrose-Betroffenen fällt es schwer, sich regelmäßig zum Sport beziehungsweise zu mehr Bewegung zu motivieren. Einige Tricks können dabei helfen, sich aufzuraffen.

Mit der Macht der Gewohnheit

Ein Gespräch mit dem Arzt kann klären, welche  Art von Sport am besten geeignet ist. Arthrose-Patienten profitieren beispielsweise insbesondere von Nordic-Walking, Radfahren oder Schwimmen. Auf der Basis des Arztgesprächs könnte vereinbart werden, wie oft man pro Woche aktiv wird. Feste Trainingszeiten und ein Vertrag mit sich selbst verleihen dem Projekt „mehr Sport“ einen „offiziellen“ Charakter. Und das setzt vielleicht positive Energien frei, um in den Wettbewerb mit seiner eigenen Bequemlichkeit zu treten. Ein Tagebuch gibt einen guten Überblick über die geleisteten Fitnesseinheiten und die damit verbundenen Fortschritte. Fortschritte sind ein idealer Motivator: Erschienen vor ein paar Wochen 10 Minuten Nordic-Walking vielleicht noch wie eine Expedition in die Unendlichkeit, schüttet der Körper jetzt schon nach einigen Minuten Glückshormone aus. Die Folge: Man fühlt sich richtig gut. Eine Verlagerung der Aktivitäten in ein Fitnesscenter oder eine Sportgruppe unterstützen die regelmäßige Bewegung durch das Zusammensein mit Gleichgesinnten.

Keine Angst vor Verletzungen

Wer seinen Körper über lange Jahre hinweg eher im Ruhemodus gehalten hat, macht sich vielleicht Gedanken zum Thema Verletzungen. Ein gutes Vermeidungs-Motto ist „Nicht zu früh zu viel zu wollen“. Am besten fängt man mit leichten Aktivitäten an. 10 Minuten schnelles Gehen reichen zunächst einmal aus. Seinen persönlichen Marathonlauf kann man immer noch nach ein paar Monaten Training absolvieren. Jeder, der mehr Bewegung in seinen Alltag bringen möchte, sollte seine Aktivitäten langsam steigern. Konkret heißt das: In regelmäßigen Abschnitten die Dauer des Sports beziehungsweise der Bewegung und deren Intensität zu erhöhen.

Am Beginn jeder Sporteinheit steht das Aufwärmen. Durch das Aufwärmen werden Muskeln und Knochen beweglicher. Ideal sind ein paar Minuten leichtes Stretching und flottes Gehen. Nach Beendigung der Bewegungs- beziehungsweise Trainingseinheit sollte man ebenfalls ein „Abwärmtraining“ absolvieren. Beendet ist das „Abwärmtraining“, wenn der Puls wieder seinen üblichen Wert erreicht hat.

Wird dem Körper zu viel zugemutet, sendet er deutliche Signale. Signale aufzuhören sind unter anderem Kurzatmigkeit, Schwindel beziehungsweise Schwächegefühle, Übelkeit und Schmerzen.

Patienten mit Arthrose profitieren von regelmäßiger Bewegung oder einer angemessenen Sportart. Sie bleiben beweglicher, haben weniger Schmerzen. Außerdem werden die Gelenke besser mit Nährstoffen versorgt.

 

Autor: Birgit Klötzer, M.A., wissenschaftliche Redakteurin

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