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Ernährung bei Arthrose – 5 Nährstoffe, auf die Sie verzichten sollten

Ernährung

© robert6666 – Fotolia.com

Wenn Sie unter Arthrose leiden, dann können in den Gelenken Entzündungsprozesse ablaufen, die durch bestimmte Nährstoffe verstärkt werden könnten. Was Sie essen, kann nicht nur die Entzündungen verstärken, Ihre Ernährung hat auch Einfluss auf andere chronische Erkrankungen wie Übergewicht, Herzerkrankungen, Diabetes oder Arthritis.

Auf folgende Inhaltsstoffe sollten Sie möglichst verzichten, wenn Sie Entzündungen bekämpfen wollen.

1. Zucker

Es ist sicher schwer, Desserts, Schokolade oder sogar Fruchtsäften zu widerstehen. Aber das American Journal of Clinical Nutrition warnt davor, dass verarbeiteter Zucker die Freisetzung von Entzündungsbotenstoffen, sogenannten Cytokinen, auslöst. Zucker verbirgt sich in Lebensmitteln hinter vielen Bezeichnungen, wie z.B. hinter Fructose oder Saccharose.

2. Gesättigte Fettsäuren

Diverse Studien konnten zeigen, dass gesättigte Fettsäuren Entzündungen im Fettgewebe hervorrufen, die auch eine Arthritis verschlimmern. Vorsicht bei Pizza und Käse. Hier sind gesättigte Fettsäuren in großen Mengen enthalten. Auch Fleischprodukte (insbesondere rotes Fleisch), Vollmilchprodukte, Pasta-Gerichte und Desserts auf Getreidebasis können Entzündungen verstärken.

3. Transfettsäuren

Transfettsäuren sind bekannt dafür, dass sie Entzündungen auslösen. Besonders Fast Food, frittierte Lebensmittel, industriell verarbeitete Snacks, Cookies, Donuts und die meisten Margarinen enthalten Transfettsäuren in großen Mengen. Vorsicht insbesondere, wenn auf der Kennzeichnung von Lebensmitteln die Rede von gehärteten Fetten ist. Bei der Härtung von Fetten entstehen in der Regel Transfettsäuren.

4. Omega-6-Fettsäuren

Omega-6-Fettsäuren sind essentielle Fettsäuren, die der Körper für ein normales Wachstum und die Entwicklung benötigt. Besonders wichtig ist es, auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren zu achten. Denn eine exzessive Aufnahme von Omega-6-Fettsäuren bewirkt im Körper eine vermehrte Produktion von entzündungsauslösenden Stoffen. Wissenschaftler empfehlen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren im Verhältnis 1:4 aufzunehmen. Offiziell liegen jedoch noch keine empfohlenen Verzehrsmengen für die beiden Fettsäuren vor. Man geht aber davon aus, dass die wirksamen Tagesdosierungen etwa zwischen 300 und 1.200 mg für Omega-3-Fettsäuren und zwischen 200 und 800 mg für Omega-6-Fettsäuren liegen.

Vorsicht ist für Menschen geboten, die gerinnungshemmende Mittel einnehmen. Sie sollten insbesondere die hochdosierte Zufuhr von Fischölen wegen möglicher verstärkender Wirkung der gerinnungshemmenden Mittel mit ihrem Arzt absprechen.

Omega-6-Fettsäuren finden sich in Sonnenblumenöl, Soja, Distelöl und Traubenkernöl.

5. Raffinierte Kohlenhydrate

Weißes Mehl, weißer Reis und viele Getreidearten bestehen aus raffinierten Kohlenhydraten. Glaubt man den Wissenschaftlern, dann sind raffinierte Kohlenhydrate stärker für übermäßige Fettleibigkeit und andere chronische Erkrankungen verantwortlich als Fette. Raffinerte Kohlenhydrate verfügen über einen hohen glykämischen Index und regen in Verbindung mit Eiweiß die Produktion sogenannter fortgeschrittener Glykierungsendprodukte (AGEs) an. Binden diese sogenannten AGEs über einen Rezeptor (RAGE) an die Zelle, werden Abwehr- und Entzündungsreaktionen ausgelöst. Ein permantenter ‚Notruf‘ wird im Inneren der Zelle iniziiert, was im weiteren Verlauf u.a. zu Arthritis, Artheriosklerose, Diabetes oder Alzheimer führen könnte.

 

Autor: Dr. oec. troph. Sybille Römmelt, wissenschaftliche Redakteurin

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