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Crosstrainer – Training für Kondition und Ausdauer

© Lucky Dragon - Fotolia

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Wer im Beruf überwiegend sitzt, kennt das Dilemma, den Bewegungsmangel in der Freizeit auszugleichen. Oft fehlen Zeit, Muße oder gar Motivation. Ein Crosstrainer kann hier einen guten Anreiz schaffen. In den letzten Jahren haben neue Crosstrainer den alten Heimtrainer abgelöst, auf welchem man meist saß und somit vor allem die Beine trainierte. Mit dem Crosstrainer kann nun aufrecht und stehend trainiert werden, was den gesamten Körper und alle Muskelgruppen fordert, also auch Oberkörper und Arme.

Der Vorteil beim Training mit Crosstrainern: aufwändige Ortswechsel zu Fitness-Studio oder Tennis-Platz entfallen. Das spart Zeit und Geld. Das einzige, was man tun muss ist, sich bequeme Sportkleidung und Turnschuhe überzuziehen – und schon kann es losgehen. Um die Trainingsmotivation zu erhöhen empfehlen Experten, das Gerät ins Wohnzimmer in die Nähe des Fernsehers zu stellen. Ablenkung fördert oft auch die Dauer der Trainingseinheit. Ein Gerät im Wohnzimmer hat den Vorteil, dass es sich immer in Erinnerung bringt, im Gegensatz zum Crosstrainer im Keller, der gerne mal in Vergessenheit gerät und verstaubt.

Für wen eignen sich Crosstrainer?

Für Menschen mit Gelenkbeschwerden und Arthrose-Betroffene sind Crosstrainer besonders gut geeignet, da die Gelenke auf eine schonende Art trainiert werden. Die Bewegungsabläufe sind denen des Joggens sehr ähnlich, jedoch ist die Bewegung an sich viel sanfter. Das Gelenk-belastende Auftreten wie beim Joggen oder Walken, hervorgerufen durch die abwechselnd einbeinigen und/oder beidbeinigen Stützphasen, entfällt. Beide Beine bleiben stets auf dem Boden. Ein weiterer Pluspunkt besonders für übergewichtige Arthrose-Patienten: Crosstrainer eignen sich hervorragend zur Gewichtsreduktion. Der Grund: sie kurbeln den Fettstoffwechsel an, wodurch mehr Energie verbraucht wird.

Wie funktioniert ein Crosstrainer?

Crosstrainer oder Ergometer arbeiten mit der Ellipsenbewegung. Sie sind mit einem Bremssystem ausgestattet, welches die Schwungmasse in einer magnetischen Spule bremst. Die jeweilige Bremsleistung kann elektrisch gesteuert werden. Über eine computergesteuerte Konsole lassen sich Lauf- und Bremsleistung einstellen. Es gibt verschiedene Modelle: manche Modellen haben das Bremssystem und die Schwungmasse hinten montiert, andere vorne. Hierdurch macht der Trainierende verschiedene Bewegungsverläufe, entweder kurze hohe Schritte oder lange, flache Schritte.

Tipp: einfach ausprobieren

Welche Ellipse Ihnen am ehesten zusagt, erfahren Sie nur durch Ausprobieren. Testen Sie deshalb vor dem Kauf verschiedene Geräte und lassen Sie sich persönlich beraten, nehmen Sie sich dazu ausreichend Zeit. Überlegen Sie genau, welche technischen Funktionen Sie benötigen und was Ihnen überflüssig erscheint. Wichtige Auswahlkriterien sind zum Beispiel die Bedienung (einfach, komfortabel…), die Griffhöhe der Hände (zwischen Ellbogen und Schultern), eine große Auswahl an Schwierigkeitsstufen (für Nutzer verschiedener Trainingsstufen) und die Harmonie der Arm- und Beinbewegungen. Und: der innere Abstand zwischen den Füßen sollte möglichst gering sein, da es ansonsten zu Hüftschäden kommen kann.

Autor: Dr. med. Jean-Louis Dumas, Facharzt für Orthopädie, Chefredakteur

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