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Kniearthrose mit Gelenkerguss: Was tun?

Logo AJ_2Ich bin 45 Jahre alt. Da ich seit ca. drei Monaten beim Laufen und Radfahren Knieschmerzen rechts habe, ließ ich dieses letzte Woche bei meinem Orthopäde untersuchen. Im Alltag habe ich eigentlich selten Schmerzen, nur ein unangenehmes Knacken im Knie. Die Diagnose lautet leichte Kniearthrose im Anfangsstadium, zudem eine leichte O-Bein-Stellung. Außerdem hätte ich einen Erguss im Knie. Er verschrieb mir eine Bandage nach Maß für den Sport. Leider haben die Beschwerden zugenommen und das Knie ist weiterhin geschwollen. Können Sie mir mitteilen was ich tun kann, um den Bluterguss möglichst schnell aus dem Knie zu bekommen? Soll ich in nächster Zeit vom Sport absehen, um das Knie zu schonen?

Herr D., Herrenberg

Antwort

Sehr geehrter Herr D.,

es handelt sich eher um einen Reizerguss im Kniegelenk. Der Erguss besteht nicht aus Blut, sondern aus synovialer Flüssigkeit, die von der Schleimhaut (Synovia) im Kniegelenk produziert wird, wenn das Knie zu stark gereizt wurde z.B. durch Überbelastung. Es kann sich aber auch um einen mechanischer Reiz durch einen Meniskusschaden und/oder einen Knorpelschaden (Kniearthrose) handeln. Die Behandlung besteht zunächst aus eine vorübergehenden Schonung, lokaler Kälteapplikation, eventuell auch entzündungshemmenden Salben und /oder Tabletten. Bei Therapieresistenz sollte das Knie nochmal von einem Orthopäden Ihres Vertrauens klinisch untersucht werden. Dann kann auch eine Punktion in Kombination mit einer Kortisoninfiltration des betroffenen Gelenkes erfolgen. Wenn dann immer noch Beschwerden vorliegen, sollte unter Umständen eine kernspintomographische Untersuchung durchgeführt werden, um eine Knieinnenläsion (z.B. Mensikusläsion) auszuschließen.

Die Auskünfte unserer Experten sind generelle und unverbindliche Stellungnahmen, die einen Besuch bei einem Arzt oder Apotheker keinesfalls ersetzen.

Dr. med. Jean-Louis Dumas, Facharzt für Orthopädie, Chefredakteur

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