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Helfen Kortisonspritzen bei Arthrose in der Lendenwirbelsäule?

Ich bin 45 Jahre alt – habe Arthrose an der Lendenwirbelsäule (vergleichsweise so stark wie bei einer 60 jährigen Frau, so die Aussage des Arztes) im unteren Rückenbereich. Bei jedem Schritt, teilweise auch beim Drehen im Bett habe ich unerträgliche Schmerzen. Was könnten sie mir raten? Was halten sie von einer Spritzenkur?

Frau R., Braunschweig

Antwort

Sehr geehrte Frau R.,

eine gezielte Therapie mit Kortikoidinfiltrationen, eventuell zusätzlich eine Behandlung mit einer Facettendenervation unter Röntgendurchleuchtung, kann bei arthrotischem Befall der lumbalen Wirbelgelenkfacetten eine langfristige Besserung bringen. Wenn dadurch eine Linderung der Beschwerden erreicht wurde, sollte anschließend eine krankengymnastische Therapie in Kombination mit selbstständig durchgeführten Übungen zu einer Stärkung der Muskulatur und einer Verbesserung der Beweglichkeit führen. Bei Therapieresistenz sollten weiterführende diagnostische Maßnahmen erfolgen, z.B. neben Röntgenaufnahmen eine Kernspintomographie der Lendenwirbelsäule.

Die Auskünfte unserer Experten sind generelle und unverbindliche Stellungnahmen, die einen Besuch bei einem Arzt oder Apotheker keinesfalls ersetzen.

 

Dr. med. Jean-Louis Dumas, Facharzt für Orthopädie, Chefredakteur

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