Anzeige

Yoga – starke Wirkung, sanfter Sport

© Falk Johann - Fotolia Joga

© Falk Johann – Fotolia

Yoga ist eine indisch-philosophische Bewegungslehre, die ihre Wurzeln im Hinduismus hat und ursprünglich spirituelle Ziele wie etwa die „Erleuchtung“ oder „Selbstvervollkommnung“ verfolgte. Der Begriff bedeutet sowohl „Vereinigung“, „Integration“, als auch „Anspannen“, „Anschirren“ des Körpers an die Seele zur Sammlung der Konzentration. Um dieses Ziel zu erreichen, bietet Yoga verschiedene geistige und körperliche Übungsreihen, welche in Meditation, Askese, Yama, Niyama, Asanas, Pranayama, Pratyahara oder Kriyas unterteilt werden.

In Westeuropa und Nordamerika denkt man heute bei dem Begriff oft nur an körperliche Übungen, die Asanas oder Yogasanas, zusammengefasst spricht man dabei von Hatha Yoga.

Einige meditative Formen davon legen ihren Schwerpunkt auf die geistige Konzentration, andere mehr auf körperliche Übungen und Atemübungen (Pranayama), wieder andere Richtungen betonen die Askese.

Zusätzlich zu den traditionellen Richtungen werden besonders im Zuge des Fitness- und Wellness-Trends immer wieder „neue“ Yoga-Arten kreiert, so dass mittlerweile eine fast unüberschaubare Anzahl unterschiedlicher Yoga-Schulen existiert. Poweryoga, eine aus Amerika kommende Richtung, die aus dem alten Ashtanga (Vinyasa) Yoga abgeleitet ist, ist einer dieser modernen Yoga-Stile.

Doch sind alle heutigen Stile, anders als im ursprünglichen Sinn, unabhängig von religiösen oder weltanschaulichen Überzeugungen des Schülers und dienen einzig der individuellen Bereicherung und persönlichen Entwicklung.

Das Konzept

In westlichen Ländern bieten Volkshochschulen und andere öffentliche Bildungseinrichtungen von ausgebildeten Lehrern geleitete Yogakurse an. Übergeordnetes Ziel in solchen Kursen ist es immer, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Dies geschieht durch die Kombination von Phasen der Tiefenentspannung mit Atemübungen und Meditationsübungen. Somit wird die Vitalität verbessert und eine Haltung innerer Gelassenheit erreicht.

Yoga und Gesundheit

Grundsätzlich haben die meditativen Übungen nachweislich einige positiv bewertete Effekte sowohl auf die physische als auch auf die psychische Gesundheit. Yoga kann unter Umständen zu einer Linderung bei verschiedensten Krankheitsbildern führen, etwa bei Durchblutungsstörungen, Schlafstörungen, nervösen Beschwerden, Angst und Depression, chronischen Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen. Bei den Asanas genannten Übungen  beispielsweise werden Kraft, Flexibilität, Gleichgewichtssinn und Muskelausdauer trainiert. Es kommt durch die Aktivierung der Muskeln, Sehnen, Bänder und Blut- und Lymphgefäße zu einer verbesserten Durchblutung. Die Rückenmuskulatur wird gekräftigt, was wiederum zu einer verbesserten Körperhaltung führen kann.

Da Yoga eine beruhigende, ausgleichende Wirkung erzeugt, kann somit den Folgeerscheinungen von Stress entgegengewirkt werden. Darüber hinaus wird die mit Atemübungen und Meditation verbundene innere Einkehr genutzt, das eigene Verhalten gegenüber den Mitmenschen zu reflektieren, um es positiver zu gestalten. Aber Vorsicht: Überbelastung oder falsch ausgeführte Übungen können auch schaden. Yoga sollte deshalb nicht zu Hause nach Büchern, sondern nur unter Anleitung eines qualifizierten Yogalehrers erlernt werden.

In Deutschland werden von einzelnen Krankenkassen Kosten für Yogakurse vor allem im Rahmen der Prävention von stressabhängigen Krankheiten oder spezifischen Risiken erstattet. Eine vorherige Anfrage bei Ihrem Krankenversicherungsunternehmen ist sinnvoll.

Autor: Dr. oec. troph. Sybille Römmelt, wissenschaftliche Redakteurin

Diesen Beitrag drucken
Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen

Teilen Sie diesen Beitrag