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Wie Enzyme bei Arthrose helfen könnten

© Symbolwerke - Fotolia

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Arthrose ist nicht heilbar. Doch es gibt Möglichkeiten, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen – beispielsweise mit Enzymen. Diese Eiweiße fungieren im Organismus als Biokatalysatoren. Ihre Aufgabe ist es, Substrate zu spalten beziehungsweise zu verändern. Damit ein Enzym an einem Substrat eine Reaktion umsetzen kann, müssen sie wie Schloss und Schlüssel zueinander passen. Im menschlichen Körper laufen pro Sekunde ungefähr 30 Billiarden biochemische Reaktionen ab. Und an all diesen Reaktionen sind Enzyme beteiligt. Von den über 10.000 Enzymen im menschlichen Körper haben Wissenschaftler bisher nur rund 1/3 genauer beschreiben.

Mit Enzymen gegen Entzündungen

Die Enzyme, die in der Enzymtherapie zum Einsatz kommen, gehören zur Klasse der Proteasen. Proteasen sind natürliche Enzyme.

Für die Enzymtherapie bei Arthrose gelten die Enzyme Bromelain und Trypsin als geeignet. Bromelain wird aus der Ananas gewonnen. Trypsin ist ein Stoff, das in der Bauchspeicheldrüse von Säugetieren enthalten ist und in einem komplexen Verfahren extrahiert wird. Bromelain und Trypsin werden oft mit dem Pflanzenfarbstoff Rutosid ergänzt.

Bromelain, Trypsin und Rutosid ergänzen sich in ihrer Wirkung. Sie unterdrücken die Entzündung nicht, sondern beeinflussen ihren Verlauf. Konkret sieht das so aus: Entzündungsfördernde Stoffe werden gehemmt und die Entzündung auf diese Weise abgeschwächt. Bromelain verringert die Schwellung, Trypsin verbessert die Fließeigenschaften des Blutes. Rutosid dichtet Blutgefäße ab und bewirkt einen verbesserten Austausch von Substanzen und Flüssigkeiten zwischen Geweben und Blutgefäßen. Auf diese Weise unterstützt es die abschwellende Wirkung des Bromelains. Da die Enzyme die Fließeigenschaften des Blutes verbessern können, gelangen mehr Sauerstoff und Nährstoffe an den Gelenkknorpel.

In der Sportmedizin kommen Enzyme bei allgemeinen Verletzungen wie Zerrungen und Schwellungen zum Einsatz. Auch könnten diese nach Operationen eingenommen werden. Viele Profisportler nehmen Enzyme vorbeugend zu Wettkämpfen ein. Falls sie beispielsweise bei einem Boxkampf einen Bluterguss erleiden, erfolgt schneller eine Abschwellung, da die Enzyme schon vor der Verletzung im Körper sind.

Was Patienten beachten sollten

Es wird davon ausgegangen, dass mit der regelmäßigen Einnahme von Enzymen langfristig gute Erfolge erreicht werden können. Sie dürfen nicht zu den Mahlzeiten eingenommen werden, da sie vom Magensaft zerstört werden können. Am besten nimmt man sie 40 Minuten vor dem Essen ein oder frühestens 90 Minuten nach dem Essen. Da Enzyme nicht gekaut oder gelutscht werden dürfen, empfiehlt sich die Einnahme mit Wasser.

 

Autor: Birgit Klötzer, M.A., wissenschaftliche Redakteurin

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