Anzeige

Heilerde – Mineralien aus der Eiszeit

© PhotoSG - Fotolia.com

© PhotoSG – Fotolia.com

Heilerde ist eine Art gesunder Matsch, der schon in der Antike als Schönheits- und Gesundheitsquelle genutzt wurde. Die Heilerde hat zwar nicht unbedingt eine ansprechende Optik und einen seltsamen aber nicht unbedingt schlechten Geruch. Doch abschrecken lassen sollte man sich davon nicht. Heilerde wird aus naturreinem Löss gewonnen. Wissenschaftler nehmen an, dass Löss aus den Gletschern der letzten Eiszeit nach Deutschland kam. Die Gletscher zermahlten das von ihnen mitgenommene Gestein. Ihre lehmartige Beschaffenheit bekam die Heilerde durch die Verbindung der Gesteinsteilchen mit Wasser. Mineralogisch betrachtet enthält Heilerde unter anderem Kalzium, Magnesium, Kalium, Phosphor, Zink und insbesondere Silizium. Die Vielfalt der Inhaltsstoffe bietet eine breite Palette an Anwendungsmöglichkeiten. Pionier der der Heilerdeanwendung in Deutschland war Adolf Just. Er sprach sich um 1900 für die Heilwirkung des Mineralstoffmatsches aus.

Äußerliche Anwendung

Äußerlich wird die Heilerde vielfach für kosmetische Zwecke eingesetzt. So beispielsweise bei Akne. Auch bei Arthrose hilft Heilerde. Sie hat, wird sie äußerlich angewendet, eine angenehm kühlende Wirkung. Sie zieht die Gefäße zusammen, was eine bessere Durchblutung zur Folge hat. Da die Heilerde feucht auf die Haut aufgetragen wird, entfaltet sie beim Trocknen ihre Wirkung. Die in der Heilerde enthaltenen Mineralstoffe verringern die Schmerzen und regen die Durchblutung an. Beim Trockenvorgang entsteht zudem die sogenannte kapillare Wirkung. Die kapillare Wirkung zieht Bakterien und Schadstoffe aus der Haut. Auf diese Weise können unter anderem auch Schwellungen erfolgreich in den Griff bekommen werden.

Mit Heilerde gegen Schmerzen

Ideal für Arthrose-Patienten sind Wickel-Anwendungen. Die Temperatur der Heilerdewickel richtet sich nach der Schmerzdauer. Bei akuten Schmerzen wird der Heilerdebrei aus der Apotheke in kaltem Wasser angerührt, bei chronischen Schmerzen im warmen Wasser. Der Brei wird fingerdick auf das schmerzende Gelenk aufgetragen und mit einem feuchten Handtuch bedeckt. Über das feuchte Tuch werden zusätzlich zwei trockene Tücher gelegt. Die Heilerdewickel regen den Organismus an und aktivieren die Selbstheilungskräfte.

 

Autor: Birgit Klötzer (M.A.), wissenschaftliche Redakteurin

Diesen Beitrag drucken
Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen

Teilen Sie diesen Beitrag