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Achtung: Hinter anhaltenden Rückenschmerzen kann sich Rheuma verbergen

Rheuma

© Jeanette Dietl – Fotolia

Im Vergleich zu Schmerzen, die durch Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule verursacht werden, sind stoffwechselbedingte oder entzündlich rheumatisch bedingte Beschwerden an der Wirbelsäule sehr selten.

Andererseits denken die wenigsten Patienten, manchmal auch Ärzte, an eine rheumatische Ursache für anhaltende Rückenschmerzen.

Meistens lässt sich bei vorübergehenden Rückenschmerzen keine eindeutige Ursache feststellen (unspezifische Rückenschmerzen). Sollten die Schmerzen länger anhalten (mehrere Monate), sollte man sicher stellen, woher die Beschwerden kommen und ob nicht eventuell eine rheumatische Ursache vorliegt.

Die häufigsten rheumatischen Erkrankungen an der Wirbelsäule sind die ankylosierende Spondylitis (Bechterew Krankheit), die psoriatische Spondylarthritis (bei Schuppenflecht) sowie die chronische Polyarthritis.

Die Symptome begingen meist vor dem 40. Lebensjahr und können am Anfang sehr unspezifisch sein. So können beispielsweise zunächst Gesäßschmerzen auftreten, die mit einem Steifigkeitsgefühl der Wirbelsäule und Bewegungseinschränkungen im Bereich der Hüfte und der Wirbelsäule einhergehen. Neben der Wirbelsäule können auch andere Gelenke von Schwellungen und Überwärmung betroffen sein.

Behandlung so schnell wie möglich beginnen

Die Bewegungseinschränkung ist meistens morgens am stärksten ausgeprägt und verbessert sich bei Bewegung.

Die Diagnose erfolgt durch eine klinische und röntgenologische Untersuchung in Kombination mit einer Blutuntersuchung. Nach der Diagnose sollte sobald wie möglich eine Behandlung beginnen, da die Gelenke sonst einsteifen, was eine deutliche Verringerung der Lebensqualität zur Folge hat. Die Behandlung besteht aus der Kombination einer medikamentösen und krankengymnastischen Therapie.

Um eine Früherkennung zu ermöglichen, wurde vom Rheumazentrum Rhein-Ruhr und dem Universitätsklinikum Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Rheumatologie der Universität Charité-Berlin ein Rheumarücken-Fragebogen entwickelt. Mit diesem Fragebogen kann das individuelle Risiko für eine entzündliche Wirbelsäulenerkrankung, wie Rheuma, ermittelt werden.

Hier geht’s zum Rückencheck

Autor: Dr. med. Jean-Louis Dumas, Facharzt für Orthopädie, Chefredakteur

 

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