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Prothesenversorgung bei Hüftarthrose

HüftprotheseInfolge einer Hüftarthrose (Hüftgelenksarthrose li.) bin ich in Dauerbehandlung. Mittlerweile sind die Schmerzen den ganzen Tag über recht unerträglich, Schmerzmittel in Tablettenform helfen nicht mehr. Der Arzt rät mir (59, Lehrer) zu einer Operation. Diabetes und hohen Blutdruck habe ich auch, beides wird seit zwei Jahren mit Medikamenten behandelt. Gibt es in diesem Zusammenhang mögliche OP-Komplikationen, kann die Reha-Zeit länger dauern?

Herr W., Berg

Antwort

Sehr geehrter Herr W.,

die Indikation zur endoprothetischen Versorgung der Hüfte bei einer Hüftarthrose ergibt sich einerseits aus dem Verschleißstadium des Hüftgelenkes (Röntgenbild), dem klinischen Befund (Gelenksteife) und der verbleibenden Lebensqualität (Reduzierung der schmerzfreien Gehstrecke, Belastungs- und Ruheschmerzen). Ein medikamentös gut eingestellter Diabetes und hoher Blutdruck ergeben normalerweise kein erhöhtes OP-Risiko, der Narkosearzt kann sich darauf einstellen, der Blutzuckerspiegel wird in dem Fall nach der Operation unter Umständen mehrfach kontrolliert und die Medikamente werden auf die Werte eingestellt. Die Rehabilitationszeit wird dadurch nicht verlängert. Übrigens gilt für beide Krankheiten (Diabetes und hoher Blutdruck) eine regelmäßige körperliche Tätigkeit als gute Voraussetzung, um eventuell die medikamentöse Behandlung zu reduzieren. Somit können sie nach einer Prothesenversorgung, wenn Sie ihre Mobilität verbessert haben, durch eine regelmäßige angepasste sportliche Tätigkeit Ihre Fitness erhalten und als zusätzlichen Gewinn Ihre internistischen Krankheiten mit behandeln.

Die Auskünfte unserer Experten sind generelle und unverbindliche Stellungnahmen, die einen Besuch bei einem Arzt oder Apotheker keinesfalls ersetzen.

Dr. med. Jean-Louis Dumas, Facharzt für Orthopädie, Chefredakteur

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